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        Ist das schon Spielsucht ?

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Dienstag, 6.Dez 2016, 11:05

johannes Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 4
Mitglied seit: 06.12.2016
Hallo,

seit gut 3-4 Jahren haben wir Probleme mit unserem ältesten Sohn.
Er hat des öfteren sein ganzes Geld für Paysafe karten ausgegeben um sich Zubehör für Online Spiele zu kaufen.
Täglich wurde 3-5 Stunden gespielt, teilweise mit Tricks die Kindersicherung und die Beschränkung auf eine bestimmte Spielzeit umgangen.

Dieses Jahr musste er die Schule verlassen (11.Klasse Gymnasium) und hat ein paar Monate gejobbt und nun ein Freiwilliges soziales Jahr angefangen. Durch einige komische Verhaltenweisen sind wir stutzig geworden und haben nun feststellen müssen, dass er in den letzten 3 Monaten ca. 1.600 EUR (mindestens !) in dieses Online-Spiel "investiert" hat und nun ca. 350 EUR Schulden (Bankkonto + Eltern) aufgehäuft hat bei 300 EUR Taschengeld für das FSJ.

Er wohnt die Woche über an der FSJ Stelle in einer gestellten Wohnung des Dienstträgers, hat dort auch Vollverpflegung.

Wir wissen momentan echt nicht, was wir tun sollen......

Freitag, 9.Dez 2016, 19:49

Vedrfölnir Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
1. in welches
2. zockt er daheim oder in der Wohnung wo er nun wohnt
3. es gibt genug Möglichkeiten seinen Zugang zum eigen verdienten Geld und sogar das der Familie einzuschränken gegebenenfalls einen Sachbearbeiter für ihn zu bestellen solange er mit Geld nicht umgehen kann und am bestene ine Beratungsstelle aufsuchen.
Hier für wenden Sie sich bitte an merle und Co.
4- Und falls sie Tipps für Verschlüsselungen für daheim wegen Router und Rechner brauchen oder bei ihm einschräken wollen können Sie sich ruhig an mich wenden.
5. Aber bevor Sie irgendwas unternehmen lassen Sie sich das Spiel zeigen und erklären, weil ich finde für die meisten Free to Play(eigentlich kann man die umsonst spielen aber für items und so leider reales geld) einfach nur KUNDENVERA**** sind!
6. Punkt drei und vier zusammen eher anwensen und am besten auch ihm klar machen dass diese Free to Plays sagen wir irgendwann abgeschaltet werden und dann ist das ganze Geld flöten... ist es jetzt so oder so


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
--

Freitag, 9.Dez 2016, 21:31

johannes Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 4
Mitglied seit: 06.12.2016
Vielen Dank für die Antwort !

Zitat
Original geschrieben von: Vedrfölnir
1. in welches

Call of Duty

2. zockt er daheim oder in der Wohnung wo er nun wohnt

Eigentlich nur Zuhause, wobei ich mir jetzt nicht mehr so sicher bin, ob er nicht sich einen Anschluss für die Wohnung zugelegt hat, da er bereits massiv lügt in diesen Angelegenheiten.


3. es gibt genug Möglichkeiten seinen Zugang zum eigen verdienten Geld und sogar das der Familie einzuschränken

Auch wenn er bereits 18 ist ?

gegebenenfalls einen Sachbearbeiter für ihn zu bestellen solange er mit Geld nicht umgehen kann und am bestene ine Beratungsstelle aufsuchen.
Hier für wenden Sie sich bitte an merle und Co.


4- Und falls sie Tipps für Verschlüsselungen für daheim wegen Router und Rechner brauchen oder bei ihm einschräken wollen können Sie sich ruhig an mich wenden.
5. Aber bevor Sie irgendwas unternehmen lassen Sie sich das Spiel zeigen und erklären, weil ich finde für die meisten Free to Play(eigentlich kann man die umsonst spielen aber für items und so leider reales geld) einfach nur KUNDENVERA**** sind!

Haben wir uns schon zeigen lassen..... Klar ist das verar.....e, aber das geht schon seit 3-4 Jahren so, dass er sein Geld (Geburtstag & Co) dort investiert.


6. Punkt drei und vier zusammen eher anwensen und am besten auch ihm klar machen dass diese Free to Plays sagen wir irgendwann abgeschaltet werden und dann ist das ganze Geld flöten... ist es jetzt so oder so


Freitag, 9.Dez 2016, 23:16

johannes Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 4
Mitglied seit: 06.12.2016
Edit: Es ist "Counter Strike" nicht "Call of Duty"
Samstag, 10.Dez 2016, 00:16

Vedrfölnir Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 194
Mitglied seit: 03.06.2013
loool....
Call of Duty ist nicht Free to Play weil das ist ein Vollpreisspiel für Konsolen und PC; da braucht man nur für das Hauptspiel und dann für die erhältlichen Add ons zu zahlen; aber wenn Sie Counterstrike meinen mit Items und Co..... vielleicht ist es auch ein inoffizieller Server ich weiss nicht; dennoch auch wenn er 18 ist kann man das gerichlich prüfen und anordnen lassen als Elternteil!


“The only way to deal with an unfree world is to become so absolutely free that your very existence is an act of rebellion.”
-Albert Camus
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Sonntag, 18.Dez 2016, 09:22

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 780
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo,

ich bin mir ziemlich sicher, dass euer Sohn auch in seiner Wohnung einen Anschluss hat. Insofern ist es nur eine Frage der Zeit, bis er das FSJ nicht mehr leisten kann und auch hier abbrechen muss. Damit wäre seine Einnahmequelle versiegt. Ihr solltet dafür sorgen, dass ihm zumindest von eurer Seite aus (auch von Verwandten!) kein Geld mehr zur Verfügung steht. An Weihnachten sollte es keine Geldzuwendungen geben. Sicherlich findet ihr eine andere Lösung, um eurem Sohn an Heiligabend eine Freude zu machen. Das solltet ihr im Vorfeld auch ganz klar mit ihm besprechen.

Dass er zu Hause spielt, darf nicht mehr sein. Auch wenn er 18 ist, gebt selbstverständlich ihr die Regeln unter eurem Dach vor und gilt das, was ihr ansagt. Ihm weiterhin die Möglichkeit zu bieten, sich daheim zu verzocken, wäre unverständlich, jetzt, wo ihr wisst, welchen Weg dies mit ihm geht. Er befindet sich in der Abwärtsspirale, deren bitteren Verlauf ihr hier im Forum zur Genüge nachlesen könnt. Niemand kann von euch verlangen, dass ihr dies in eurem Haus billigt.

Bitte setzt euch schon jetzt mit dem Gedanke auseinander, was sein wird, wenn er das FSJ aufgeben muss. Fatal wäre, wenn er sich dann wieder einnistet in seinem Zuhause-Nest, mit dem Versprechen, sich zeitnah "etwas zu suchen". Dies wird nicht geschehen. Euer Sohn sollte bereits jetzt ganz klar wissen, dass ihr ihn in keinem Fall durchfüttern werdet, wenn er abbricht und aufgibt.

Versucht, so klar und unaufgeregt wie möglich aufzutreten. Im Grunde folgt ihr jetzt einer ganz einfachen Formel: euer Sohn verspielt seine Zukunft = Zocken daheim wird gestrichen. Euer Sohn verspielt sein Geld = es gibt keines mehr.

LG Merle
Samstag, 21.Okt 2017, 23:39

johannes Benutzer ist offline

Benutzer
Themenstarter
Anzahl Beiträge: 4
Mitglied seit: 06.12.2016
Hallo,
lange nicht gemeldet, hatte Probleme mit dem Login.....

Was ist seit dem letzten Posting passiert `?
Sohn hat versprochen, nicht mehr online zu spielen und seine Kreditkarte nicht mehr zu benutzen.
Gestern kams nun raus, er hat 900 EUR Dispo und der Kontostand ist -1.051 EUR.... Erste Rücklastschriften sind geplatzt.....
Er macht derzeit ein Praktikum begleitend zu seiner schulischen Ausbildung und erhält 325 EUR "Entschädigung". Hat das ganze Geld in sein Steam Account gesteckt, Items und Spiele gekauft.

Sehe ich das richtig, dass hier nun professionelle Hilfe nötig ist ?
Sonntag, 22.Okt 2017, 00:37

Habicht Benutzer ist offline

Benutzer Benutzer
Anzahl Beiträge: 13
Mitglied seit: 04.09.2017
Und das fragst du noch, sehe ich das richtig?!
Verzeihung; aber da ist jegliche Frage nicht mehr relevant; da gehört einfach gehandelt; es ist so; wenn er schon wieder Schulden macht.
Wende dich einfach an merle und Co wegen Adressen für professionelle Hilfe.
Punkt
Freitag, 27.Okt 2017, 11:40

lakipf Benutzer ist offline

Benutzer
Anzahl Beiträge: 3
Mitglied seit: 27.10.2017
TV Beitrag Mediensucht
Hallo Johannes,

ich bin Laura und arbeite für akte 20.17 in Sat.1. Aktuell recherchieren wir für einen Beitrag zum Thema Mediensucht bei Kindern und dem Umgang der Familie damit. Leitfrage: Was tun, wenn die Kinder nur noch am Handy/Computer o.ä. sind? Ziel ist, unsere Zuschauer aufzuklären und ihnen Auswege und Hilfsmaßnahmen aufzuzeigen, wenn auch ihre Kinder davon betroffen sind.

Im Zuge dessen suchen wir Familien, deren Kind/er mediensüchtig ist/sind und die sich vorstellen könnten, uns ihre Geschichte zu erzählen oder sich sogar begleiten zu lassen. Falls du dir vorstellen kannst, dich an uns zu wenden, dann schick eine Mail an redaktion@metaproductions,de

Ich freue mich sehr über Rückmeldung.

Herzliche Grüße
Laura
Dienstag, 31.Okt 2017, 18:12

merle Benutzer ist offline

Aktiv-Gegen-Mediensucht Team
Anzahl Beiträge: 780
Mitglied seit: 12.06.2009
Hallo Johannes,

ja, hier schein tatsächlich der Weg zu einer Suchtberatungsstelle und als Folge davon der Weg in eine Klinik das Richtige zu sein. Euer Sohn hat ganz offensichtlich das Ganze überhaupt nicht mehr im Griff und es ist absehbar, dass er zeitnah tief in der Schuldenfalle stecken wird. Auf keinen Fall dürft ihr dies abfangen, denn er muss die gesamten unangenehmen bzw. dramatischen Folgen für sein Leben in voller Breitseite zu spüren bekommen. Ein Klinikaufenthalt macht nur dann Sinn, wenn er selbst dazu bereit ist, und dies wird erst der Fall sein, wenn er keinen Ausweg mehr sieht. Diesen Punkt abzuwarten, müsst ihr aushalten. Sprecht mit ihm ganz offen über den Verlauf, den ihr bereits jetzt schon absehen könnt, und weist ihn darauf hin, dass von euch keine finanziellen Rettungsmanöver zu erwarten sind. Ihm muss klar sein, dass er ganz allein die Suppe auslöffeln muss, die er sich durch seine Abhängigkeit eingebrockt hat.

Ich schlage euch vor, dass ihr - zuerst einmal ohne euren Sohn - zu einer Beratungsstelle geht und die gesamte Problematik schildert. Dort werdet ihr die weiteren Schritte gemeinsam besprechen.

Ich wünsche euch gute Nerven und bedingungsloses Durchhaltevermögen-

Herzlichst, Merle


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