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        Ich will MEIN Leben leben

Ich will MEIN Leben leben

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JunSte

(Freitag, 21.Sep 2018, 15:11)
Hallo,

vielen Dank für eure Antworten und Danke auch für den Zuspruch darin, mir Hilfe zu suchen.
Das tue ich bzw. habe ich auch schon getan.
Ich denke es ist ganz wichtig, dass man wieder zu sich findet. Grundsätzlich überzeugen mich ganzheitliche und systemische Ansätze und dementsprechend habe ich zunächst Hilfe bei meiner Heilpraktikerin gefunden, die auch therapeutische Hypnose/ Yager- Therapie anwendet.
Ich beschäftigte mich auch schon seit längerem mit Themen der Persönlichkeitsentwicklung und übe mich darin auch Yoga und Entspannungsübungen/ Meditationen in meine Alltagsroutine zu integrieren.
Der erste Schritt, ist ein Problem zu empfinden und sich bewusst zu machen. Danach muss die Einsicht kommen, dass man Hilfe braucht und danach sucht man sich die Hilfe, die zu einem passt. Und das kann bei jedem unterschiedlich sein. Und jemand anderes kann davon halten was er/sie will. Die Hauptsache ist, dass es hilft. Und dies scheint mein Weg zu sein.
Seit einer Woche geht es mir nun gut mit meinem Medienkonsum.
Ich habe nicht mehr heimlich etwas geschaut oder in Momenten, in denen ich eigentlich etwas anderes tun wollte. Ich habe nur an einem Abend in dieser Woche für 1,5h ein wenig Fernsehen geschaut. Und das eben auch ganz bewusst auf dem Sofa, über den Fernseher. Und nicht übers Handy, I-Pad o.„.

Wie ich schon sagte, bin ich mir mit dem Grund für meinen übermäßigen Medienkonsum nicht sicher. Ich weiß aber, dass er nicht an meinem Alltag liegt. Dieser ist nicht langweilig. Ich gehe auch Arbeiten und mache meine Arbeit sehr gerne. Ich verbringe Zeit mit meiner Familie, Zeit mit meinem Mann, Zeit mit Freunden und auch bewusst Zeit nur für mich.

Manche Ursachen sitzen vielleicht auch tief und womöglich ist es auch gar nicht immer so wichtig die Ursache genau herauszufinden.

Wichtig ist und bleibt unser Leben. JETZT. HIER. Und hier behaupte ich, hat jeder das gleiche Lebensziel: Jeder will sein Leben zufrieden, glücklich, erfüllt verbringen.

Manchmal steht man sich dabei schlicht weg selbst im Weg. Indem man zum Beispiel eine Sucht entwickelt. Und das Thema Mediensucht nimmt immer mehr zu, wird aber kaum bewusst zugegeben. Gerade diese Woche war ich mit Freundinnen Essen und wir unterhielten uns irgendwann über Angebote von Netflix, Maxdome und Co. Ich gehe recht offen mit meinem Suchtverhalten in solchen Situationen um und habe festgestellt, dass sich andere dadurch auch öffnen. Und in diesem Fall meinten beide, dass sie auch zu übermäßigem Schauen von Serien neigen, teils bis tief in die Nacht.

Die zunehmende Digitalisierung hat uns als Gesellschaft überrannt und nun merken wir langsam die Folgen. Es ist nun unsere Aufgabe uns diese bewusst zu machen, um dann zu einem mündigen Konsum zu kommen. Und vor allem müssen wir unseren Kindern diese Mündigkeit beibringen.

In diesem Sinne.
Ich bin auf dem Weg und berichte gerne auch mal wieder wie es für mich weiter gegangen ist.


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