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Neue Qualität der Suchtgefahr: Warnung vor FIFA13


Der Fachverband Medienabhängigkeit warnt u.a. vor FiFA 13 oder Shooter Battlefield. Hier wird eine neue Dimension der Verquickung von Spielsucht und Glückspiel erreicht. Auf einer Plattform, bei der EA, Sony, Microsoft, Ubisoft und Nos kooperien, sind seit 27.09.2012 bis heute ca. 10 Millionen Dollar verspielt worden. Die Plattform sollte erst ab 18 Jahre sein. Virtuelle Alterskontrollen sind derzeit kein hinreichender Jugendschutz. Es seien besonders junge Spieler betroffen heißt es in der unten stehenden, aktuellen Pressemeldung des Fachverband Medienabhängigkeit (PDF). Bitte weiterleiten. Siehe auch den Artikel von Regine Pfeiffer: "Was Online-Spiele und Glückspielautomaten gemeinsam haben.


14.11.2012 Pressemeldung vom Fachverband Medienabhängigkeit:

Die neue Suchtgefahr: Wie Gaming und Gambling verschmelzen

Wer kennt ihn nicht, den „Traum vom schnellen Geld“. Nun erreicht dieser „Traum“ auch in der virtuellen Welt eine neue Dimension. Das Angebot an Onlineglücksspielen, wie Onlinesportwetten oder Online-Poker, hat - trotz der Illegalität diverser Angebote - in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Dies führte zu einem Anstieg an Anfragen von Glücksspielsüchtigen in den Suchtberatungsstellen und Ambulanzen. Einer Studie der Ambulanz für Spielsucht von der Universität Mainz zufolge melden sich dabei immer häufiger junge Betroffene.

Seit Neuestem kann man mit ausreichend schnellen Fingern nun auch beim Zocken von Multiplayer-Onlinespielen selber Geld verdienen – oder verlieren. Für das Spiel um Geld ist man nun nicht mehr auf die Angebote von Online-Glücksspielen angewiesen, sondern kann auch u.a. bei der neuesten Version von FIFA mit anderen um Geld spielen oder an Turnieren mit Geldeinsätzen oder -gewinnen teilnehmen.

Die FIFA-Serie als ein Beispiel, ist als äußerst populäres Fußballgame von Electronic Arts (EA) seit Jahren ein Verkaufshit. Die neueste Version FIFA 13 wurde in Deutschland innerhalb der ersten Woche ca. 500.000 Mal für die PlayStation 3 und ca. 100.000 Mal für die X-Box 360 verkauft. Laut einer jährlichen Befragung des Medienpädagogischen Forschungs-verbundes Südwest zur Mediennutzung erfreut sich dieses Spiel einer besonderen Beliebtheit unter Kindern und Jugendlichen und ist mit einer Altersfreigabe von 0 Jahren (USK) gekennzeichnet.

Mit großer Besorgnis stellt der Fachverband Medienabhängigkeit e.V. daher fest, dass unter anderem der Hersteller EA mit FIFA 13 das Spielen um Geld im Internet unterstützt und direkt aus dem Konsolenspiel heraus auf die virtuelle Plattform „VirginGaming“ verweist. Auf diesem ab 18 Jahre zugänglichen Internetportal geht es nicht mehr nur um den Wettbewerb, sondern vor allem um Geldeinsätze und –gewinne. Natürlich weisen die Anbieter darauf hin, dass diese Möglichkeiten nur volljährigen Personen zur Verfügung stehen. Gleichzeitig werden Geldeinsätze in Spielen angeboten, die vor allem bei Jugendlichen hoch im Kurs stehen, wie eben gerade das beliebte Fußballspiel FIFA oder der Shooter Battlefield.
Virtuelle Alterskontrollen sind derzeit bekanntermaßen kein hinreichender Jugendschutz – das wissen wir aus den Bereichen Glücksspiel und Pornografie bereits seit langem. Eine Anmeldung mit gefälschten Daten scheint durchaus möglich. So existieren im Internet bereits Blogs von Jugendlichen zur Umgehung der Altersbeschränkung.

Die EA Sports Arena auf „VirginGaming“ hat nach eigenen Angaben seit dem 27.09.2012 allein für das Spiel FIFA 13 ca. 500.000 Anmeldungen generiert und rund 10 Millionen Dollar an Gewinnen ausgeschüttet.

Das heißt auch: Weltweit haben Gamer mindestens 10 Millionen Dollar in dieser kurzen Zeit bei FIFA 13 verspielt!

Für diese Plattform kooperieren Firmen wie EA, Sony, Microsoft, Ubisoft und NOS (Hardware, Software, Werbung) miteinander
, die gemeinsam die absolute Weltspitze an Marktanteilen repräsentieren.

Der gefährlichen Suchtdynamik, welche durch die Verschmelzung von Gaming und Gambling entsteht, scheinen sich die Anbieter dabei durchaus bewusst zu sein. Entsprechend verweisen Sie unter der Rubrik „Reponsible Gaming“ auf einen Selbsttest und Hilfsangebote für Glücksspielsüchtige, z.B. „Gamblers Anonymous“.

Aus Sicht des Fachverbandes Medienabhängigkeit e.V. wurde hier eine gefährliche Verquickung von Spielen und Glücksspielen geschaffen. Gerade Spiele wie FIFA sprechen verstärkt ein jugendliches Publikum an, das auch – wie wir aus der Suchtforschung wissen – besonders empfänglich auf Reize wie Geldgewinne reagiert. Wir sehen es daher als unsere Pflicht an, die Öffentlichkeit über die neue Suchtgefahr zu informieren.

Nach einer internen Ausarbeitung zu diesem Thema wird der Fachverband Medienabhängigkeit e.V. in Kürze konkrete Empfehlungen veröffentlichen.


 

Geschrieben von: Team-ch am 15.11.2012   |  Wertung  

 

 


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