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"Reputation wichtiger als die Gesundheit der Kinder?"


05.07.15 Diagnose Funk, Bund Naturschutz und AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V. schicken einen Brief an Schulen im Landkreis Starnberg mit dem Betreff:
Digitale Medien im Schulunterricht – Verkabelung anstelle von WLAN-Netzwerken." Weitere Landkreise sollen folgen. Brieftext



Anlagen zum Brief:

- „Tablets-PC’s und andere WLAN-Geräte: Bildungs- und Gesundheitsrisiko für Kinder und Jugendliche
- „Deutsche Strahlenschutzgremien versuchen Abgeordnete zu manipulieren
- Appell an WHO und UNO von 150 internationalen Wissenschaftlern

Artikel in Starnberger Zeitung (Süddeutsche) „Brandbrief wegen Strahlenbelastung“ (PDF)
Artikel im Starnberger Merkur: Internet „Wlan im Unterricht? Frage des Risikos“ (PDF)
Printausgabe STA-Merkur mit Zitat:
Realschule Gauting: "Jede Aussage über mögliche Folgen lässt sich widerlegen" (bis heute ohne Dementi)

Leserbrief von AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V. an den Münchner Merkur:
Reputation wichtiger als die Gesundheit der Kinder?

 


Leserbrief zum Artikel "WLAN im Unterricht? Frage des Risikos" vom 02.07.

Reputation wichtiger als die Gesundheit der Kinder?

Der ausführliche Grund für die genannte Briefaktion wurde in diesem Artikel leider unterschlagen: In über 40 Studien aus der jüngsten Zeit warnen Ärzte und Wissenschaftler –weltweit- vor der Gesundheitsbelastung durch WLAN. Sie belegen das Risikopotential der WLAN-Strahlung, Tablets, Spiele-Konsolen, SmartPhones, etc .. Sie fordern auf, wo immer es geht, auf WLAN zu verzichten. Es bestehe ein Bildungs- und Gesundheitsrisiko für Kinder und Jugendliche.
Argentinische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die von einem mit dem Internet verbundenen Laptop ausgehende WLAN-Strahlung, sofern dieser auf dem Schoß des Anwenders platziert ist, die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann, indem dadurch die Beweglichkeit von Spermien reduziert und die DNA aufgebrochen wird. Es heißt, man solle die überwältigende Masse an Studien berücksichtigen, die zur Verfügung stehen. „Die gibt es seit Jahrzehnten und wir haben Massen von Wissenschaftlern weltweit, die dieses Thema erforscht haben. Da kann man nicht gerade nur auf ein oder zwei Studien sehen. Man muss auf die Gesamtheit aller Arbeiten, die es darüber gibt, blicken.“ Die Verbraucherschutz-organisation Diagnose Funk bietet ausreichend Informationen dazu an.

Ein russischer Experte: "Das vorliegende Risiko ist nicht geringer als jenes durch den Einfluss von Tabak und Alkohol. Unsere Pflicht ist es nicht, die Gesundheit der Kinder - unsere Zukunft - zu zerstören, indem wir nichts tun."

Mr. Parkin, der Generalsekretär von Voice, der früheren Berufsorganisation der Lehrer (38.000 Mitglieder), glaubt, dass eine ganze Generation von Kindern effektive Versuchskaninchen in einem großangelegten Experiment sind. Er sagt, er sei über die Berichte im Zusammenhang der drahtlosen Technologie mit Erscheinungen wie Konzentrationsmangel, Müdigkeit, verminderter Aufmerksamkeit und Kopfschmerzen beunruhigt. Mr. Parkin fürchtet, dass die WLAN-Strahlung das sich in Entwicklung befindliche Nervensystem der Kinder schädigt und will eine Untersuchung über Langzeit-Gesundheitsrisiken. Die Lehrer sind der Meinung, dass Schulen bei "kabelgebundenen Computern" bleiben sollen, bis bewiesen ist, dass die drahtlosen Netzwerke weder Krebs noch Sterilität verursachen.

Colin Kinney, ein Lehrer der Cookstown High School in Nordirland, sagte: "Haben wir das Recht, uns der moralischen Verantwortung zu entziehen, und das einfach nur wegen des Zugriffs auf noch ein paar mehr Computer? Werden es uns unsere Schüler in den kommenden Jahren danken, wenn sie steril geworden sind oder an Krebs leiden?“

Die bayerischen Schulen sollen nach einer Empfehlung des Landtags auf drahtlose Internet-Netzwerke (WLAN) verzichten. Der Bildungsausschuss des Landtags appellierte an Schulen, stattdessen auf kabelgebundene Netzwerke zurückzugreifen. Dadurch sollen mögliche, durch Strahlung bedingte Gesundheitsgefahren ausgeschlossen werden, so die Begründung. Das Eiltempo, mit dem drahtlose Computer-Netzwerke in Schulen installiert werden, kann die Gesundheit der Kinder in Gefahr bringen und dies sollte so lange aufgeschoben werden, bis eine bevorstehende volle Sicherheitsprüfung stattgefunden hat, sagte ein Vertreter der Lehrerschaft.

Zu guter Letzt appellierten kürzlich über 150 internationale renommierte Wissenschaftler an die Weltgesundheitsorganisation und die UNO, dass man sich weltweit für besseren Strahlenschutz (WLAN, Handys, etc.), besonders für Kinder einsetzen soll. Der Appell konzentriert sich auf die von Fachexperten überprüfte Forschung über die biologischen Auswirkungen der globalen explosiven Verbreitung der drahtlosen Technologien und Geräte wie Mobiltelefone, Schnurlostelefone, drahtloses Internet und Mobilfunkantennen.

Statt eines Wettlaufes, welches die erste sog. "moderne" Schule mit der besten elektronischen Ausstattung ist, ist eine ernsthafte Diskussion zum Strahlenschutz an Schulen längst überfällig. Geradezu beängstigend und fahrlässig erscheinen einige Argumente und Ansichten von Schulleitern, die in diesem Artikel abgedruckt wurden, denen offensichtlich die Reputation wichtiger ist, als die Gesundheit der ihnen anvertrauten Kinder. Die erdrückende Anzahl von belastbaren Studien lässt für die Benutzung von WLAN-Verbindungen an Schulen (und zu Hause!) keinen anderen Schluss zu: ABSCHALTEN, und zwar so schnell wie möglich, solange nicht eindeutig bewiesen ist, dass keine Gesundheitsgefährdung besteht. Auch wir Eltern dürfen dabei nicht länger wegsehen.

Christoph Hirte
AKTIV GEGEN MEDIENSUCHT e.V.


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Leider wurde der Merkur-Artikel im Internet gegenüber der Printausgabe teilweise gekürzt wiedergegeben. Es fehlt z.B. das bis heute undementierte Zitat von der Würmtal Realschule Gauting: "Jede Aussage über mögliche Folgen lässt sich widerlegen". Wenn sich jemand aus Sorge und Verantwortung um die Schulkinder ausführlich mit dem Themenkomplex beschäftigt, ist es nicht möglich, eine Beruhigung in dieser Form an Eltern weiter zu geben.
Es bleibt die Forderung, daß die Verwendung von WLAN-Verbindungen in Schulen eindeutige Nachweise zur Unbedenklichkeit erbracht werden muss.

Leider wurde auch beim Abdruck des obenstehenden Leserbriefs in der Printausgabe des Starnberger Merkurs der entscheidende Absatz nicht mit abgedruckt:

"Statt eines Wettlaufes, welches die erste sog. "moderne" Schule mit der besten elektronischen Ausstattung ist, ist eine ernsthafte Diskussion zum Strahlenschutz an Schulen längst überfällig. Geradezu beängstigend und fahrlässig erscheinen einige Argumente und Ansichten von Schulleitern, die in diesem Artikel abgedruckt wurden, denen offensichtlich die Reputation wichtiger ist, als die Gesundheit der ihnen anvertrauten Kinder. Die erdrückende Anzahl von belastbaren Studien lässt für die Benutzung von WLAN-Verbindungen an Schulen (und zu Hause!) keinen anderen Schluss zu: ABSCHALTEN, und zwar so schnell wie möglich, solange nicht eindeutig bewiesen ist, dass keine Gesundheitsgefährdung besteht. Auch wir Eltern dürfen dabei nicht länger wegsehen."




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