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        Endstation

Endstation

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Evesapple

(Dienstag, 12.Jun 2018, 23:49)
Alptraum Medienspielsucht
Hallo,

seit langer Zeit versuche ich (seit 9 Jahren geschieden) meinen jetzt 23-jährigen Sohn von seiner Spielsucht weg zu bekommen.

Als ich vor ein paar Jahren auch meinen Internetanschluss kündigte, um ihm das Onlinespielen (Kriegsspiele) nicht mehr zu ermöglichen, zog er von Zuhause aus.

Inzwischen wurde er auch schon von Arbeitgebern gekündigt, da er immer wieder auf der Toilette während der Arbeitszeit, auf dem Handy spielte.

Er wohnt jetzt zur Untermiete in einer Wohngemeinschaft in einem kleinen Zimmer in München und schottet sich ab. Er hat nur Onlinefreunde.

Ich besuche ihn häufig und versuchte noch, ihm den richtigen Lebensweg zu zeigen.

Leider merkt er seine Onlinespielsucht nicht und lügt mich andauernd an: -Es gehe ihm gut und er habe alles unter Kontrolle-. Mein Vorschlag einer Therapie, lehnt er strikt ab.

Von anderen Leuten hörte ich, dass er unangenehm riecht und andere negative Eigenschaften.

Ich habe ihn immer wieder angehalten, ein ordentliches Leben zu führen. Leider ohne Erfolg.

Das Zimmer wird nicht mehr aufgeräumt (vermüllt), die Wäsche nicht mehr gewaschen, er duscht sich kaum mehr und vieles mehr - kurz um, er vernachlässigt Lebensnotwendige Aufgaben.

Er arbeitet Vollzeit und hat nach einigen Tagen kein Geld mehr. Durch unkontrollierte Ausgaben für Onlinespiele, Computerzubehör und sonstigen unnötigen Dingen, ist er verschuldet.

Er hat jede Menge gelbe Briefe, die er nicht mehr öffnet.

Er hat kaum Geld, um sich essen zu kaufen. Er hat die letzten Wochen abgenommen.

Die Vermieterin hat mich immer unterstützt, aber jetzt darüber informiert, dass es mit ihm nicht besser geworden ist, sondern immer schlimmer wird. Und dringend etwas passieren muss.

Er hat bei ihr bereits auch Mietschulden und wenn es nicht besser wird, wird ihm sein Zimmer gekündigt.

Sein Arbeitgeber ist mit ihm auch nicht mehr zufrieden und er wird wohlmöglich bald wieder seinen Job verlieren.

Sein Vater, mein Freund und ich haben als letzten Ausweg Hilfe bei einem Mediensuchtberater gesucht. Nach 2 Sitzungen zu dritt muss mein Sohn kommenden Samstag alleine (Wiederwillen, bzw. mussten ihn überreden, ich fahre ihn) dort hin.

Wir hoffen, dass der Mediensuchtberater Einfluss auf seine Zukunft nehmen kann.

Wenn noch jemand Tipps oder Informationen hat, die uns weiterbringen, wäre ich sehr dankbar dafür!

Im Voraus vielen Dank.

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