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skriller7

(Samstag, 12.Mai 2018, 14:41)
Zitat
Original geschrieben von: merle
Hallo skriller,

ich bin etwas verzagt, weil ich dir eigentlich spontan dringend zureden wollte, in eine Klinik zu gehen, um deine Probleme von Grund auf anzupacken und zu bearbeiten. Doch dann fiel mir ein, dass du ja gar nicht richtig krankenversichert bist und da weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie das in diesem Fall ist.....

Du hast dich tatsächlich tief in den Sumpf geritten und so gibt es zahlreiche Baustellen, die du in Ordnung bringen musst. Da du es allerdings nicht einmal mehr schaffst, regelmäßig dein Hartz4 zu beantragen, bin ich mir natürlich nicht sicher, ob du es geregelt kriegst, zu einer Suchtberatungsstelle zu gehen. Dieser Weg wäre allerdings der allerdringlichste und notwendigste, um die Hilfeschleife überhaupt in Gang zu setzen.

Du schreibst von einem besten Kumpel, den du hast. Kannst du dir vorstellen, ihn zu bitten, dir zu helfen? Du wirst Unterstützung brauchen, denn alleine wirst du es kaum schaffen, dich zu den erforderlichen Schritten aufzuraffen. Bitte deinen Kumpel, dich zur Suchtberatungsstelle zu begleiten und auch dafür Sorge zu tragen, dass ihr tatsächlich hingeht, ohne Wenn und Aber. Wenn du erst einmal dort angekommen bist, werden dir alle weiteren Schritte aufgezeigt und du kannst mit akuter Hilfe rechnen. Die Beratungsstelle wird auch wissen, was in puncto Krankenkasse zu tun ist, sodass du sicher sein kannst, dort in besten Händen zu sein. Voraussetzung ist natürlich, dass du felsenfest davon überzeugt bist, dass du dein Leben verändern und so niemals weitermachen willst. Aber ich habe den Eindruck, dass du wirklich an einem Endpunkt angelangt bist und nur noch da raus willst, so schnell wie möglich. Das ist gut und das wird dir auch die Kraft geben, dich aufzuraffen, um diesen notwendigen und allerersten Schritt zu tun.

Ich wünsche dir sehr, dass du mit großer und für dich ganz neuer Motivation an diese Sache heran gehst. Nur vor dem Bildschirm zu sitzen und zu weinen, ist erstmal total verständlich, aber jetzt musst du aktiv werden, deinem Leben die Zähne zeigen und daran glauben, dass diese desolate Zeit ein Ende haben wird. Dafür ist dein ganzer Einsatz gefordert. Du wirst es schaffen!

LG Merle


Ersteinmal danke dir für deine Worte!
Ja ich habe auch schon an einem stationären Klinikaufenthalt gedacht, wobei es ja momentan wirklich nicht geht.
Nunja zu den "Besten Kumpel", der ist leider nicht mehr an meiner Seite. Ich habe das wohl leider vergessen zu schreiben.
Momentan habe ich leider gar niemanden an meiner Seite. Weder Freunde noch Familie.
Ich habe gestern bei der Diakonie angerufen und mir einen Termin geben lassen. Dieser ist am 18.05.
Ich denke das ich es schaffen werde. Momentan ist es so, das ich meinen Computer soweit leer gemacht habe.
Dort sind nun nur noch Internetbrowser und Spotify in gebrauch.

Momentan versuche ich so viele dinge wie möglich "richtig" zu machen, wie es nur geht.
Angefangen bei der regelmäßigen Körperhygiene (Es kam auch mal vor das ich 5 Tage nicht duschen war),
über regelmäßig schlafen gehen (Ich habe teilweise 24 Stunden gemacht und nur 5 Stunden geschlafen)
und ich habe angefangen wir bei Facebook alte bekannte zu suchen und mit denen Kontakt aufzunehmen (Was bisher leider wenig effektiv war)

Ja ich will wirklich etwas verändern. Ich habe mittlerweile starke Körperliche Probleme. Das geht so einfach überhaupt nicht mehr.
Wie der Habicht sagte "Hör auf mit dem scheiß rauchen", ja das mache ich. einfach von jetzt auf gleich werde ich es warscheinlich nicht schaffen,
aber ich habe mich immerhin in den letzten 3 Tagen schon von ca. 30 Zigaretten auf nur ca.15 reduziert. (Ist wie ich finde doch ein guter anfang)

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